Home

Steinbeis-Beratungszentrum Wissensmanagement

80 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten drei Jahren den Einsatz von künstlicher Intelligenz

04.12.2019

Die überwiegende Mehrheit (79 Prozent) der deutschen Unternehmen strebt in den nächsten drei Jahren eine Effizienzsteigerung durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) oder erweiterten Automatisierungstechnologien an. Dabei stehen die Bereiche Betrieb, Personalwesen, Finanzplanung und Leistung besonders im Fokus. Weniger als ein Fünftel (19 Prozent) der befragten Manager halten KI für nicht praktikabel für das eigene Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag von Genesys, einem Anbieter von Omnichannel Customer Experience und Contact-Center-Lösungen, unter deutschen Arbeitgebern durchgeführt wurde.

37 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihre Unternehmensziele durch den Einsatz von KI- und Bot-Technologien schneller, effektiver und kostengünstiger erreichen können. Die Akzeptanz von KI in Deutschland nimmt stetig zu: 30 Prozent der Arbeitgeber nutzen sie aus Effizienzgründen. In größeren Unternehmen, also Arbeitgebern, die mehr als 50 Arbeitnehmer leiten, sind es sogar 55 Prozent. Ein Drittel (29 Prozent) der Unternehmen mit 1 bis 10 Mitarbeitern ist der Meinung, dass KI für ihren Betrieb nicht zweckdienlich ist.

Auswirkungen von KI auf die Mitarbeiter

In Unternehmen, die KI einsetzen, konnte fast die Hälfte (49 Prozent) der Befragten eine Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit feststellen, da sich die Mitarbeiter nun anspruchsvolleren Aufgaben widmen können. Darüber hinaus sind 60 Prozent der Arbeitgeber mit mehr als 50 Beschäftigten der Ansicht, dass KI ihren Mitarbeitern produktiveres Arbeiten ermöglicht.

Die Einstellung zu KI am Arbeitsplatz ist positiv: Über die Hälfte (52 Prozent) der Arbeitgeber gibt an, dass ihre Mitarbeiter die Unterstützung durch KI-basierte Technologien schätzen. Allerdings haben 38 Prozent der Arbeitgeber eine gewisse Skepsis unter den Mitarbeitern beobachtet, ausgelöst durch die Befürchtung, dass KI ihnen einfachere Aufgaben wegnimmt.

Eine von Genesys im Juli 2019 veröffentlichte Studie unter Arbeitnehmern zeigt, dass diese hinsichtlich Technologien am Arbeitsplatz mit den Arbeitgebern einer Meinung sind: Die Mehrheit der befragten Mitarbeiter in Deutschland schätzt KI positiv ein. Fast die Hälfte gibt an, dass sie durch den Einsatz neuer Technologielösungen Zeit spart und sich auf geschäftskritischere Aufgaben konzentrieren kann. Fast ein Viertel der Befragten ist der Ansicht, dass Technologien wie KI helfen können, produktiver zu sein.

Auswirkungen von KI auf die Kunden

Konsumenten schätzen heute einen effizienten Service. Daher erwarten die meisten Unternehmen, dass diese positiv reagieren, wenn sie mit KI-basierten Technologien und Menschen im Kundenservice interagieren. Ein Viertel der Arbeitgeber geht außerdem davon aus, dass die Mischung aus von Menschen und KI-geleistetem Kundenservice Kunden fasziniert - und so positive Resonanz seitens der Kunden hervorruft.

"Es ist nicht verwunderlich, dass die deutschen Arbeitgeber eine drastisch zunehmende Nutzung von KI in den nächsten drei Jahren bestätigt haben. Sie bietet Unternehmen nämlich ein enormes Potenzial für besseren Kundenservice. Gleichzeitig gestaltet KI die Arbeit ihrer Mitarbeiter einfacher und erfüllender - und lässt sie die angestrebten Ergebnisse erreichen", sagt Heinrich Welter, General Manager DACH bei Genesys. "Es ist jedoch nach wie vor entscheidend, dass Unternehmen im Kundenservice das richtige Gleichgewicht aus intelligenter Technologie und Mensch finden. Denn KI kann menschliche Fähigkeiten wie Empathie, Kreativität und Führung nicht ersetzen."

Mehr Info

Was Unternehmen von der Einführung digitaler Mitarbeiterdokumente abhält

04.12.2019

Vielen Unternehmen ist die digitale Archivierung von Belegen wie Rechnungen, Lieferscheinen und Verträgen mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen - mit einer Ausnahme: Bei Mitarbeiterdokumenten schrecken selbst die größten Digitalisierungs-Fans davor zurück. So hat aktuell nur jeder zehnte Kunde der eks informatik eine digitale Personalakte im Einsatz. Dazu Manuel Metzler, Leiter des Vertriebs der eks informatik gmbh: "Es gibt drei maßgebliche Faktoren, die Unternehmen von der Einführung abhalten: Während sich die generellen Vorteile einer digitalen Personalakte meist sofort erschließen, sprengen die konkrete Anpassung für das eigene Unternehmen und der Funktionsumfang oft den Rahmen. Als zweiter Punkt erscheint der Aufwand für die Digitalisierung bestehender Mitarbeiterdokumente zu groß, da jedes einzelne verarbeitet werden muss. Zu guter Letzt fehlt der Überblick über die Möglichkeiten, die eine digitale Personalakte Unternehmen jeder Größe bietet - hier schwingt zudem die Angst mit, gegen DSGVO-Vorschriften zu verstoßen."

Die generelle Stärke der digitalen Personalakte, welche auf einem Dokumentenmanagement-System (DMS) basiert, liegt darin, Daten aus verschiedenen Unternehmensanwendungen zu bündeln und diese vereint in einer Übersicht anzuzeigen. Über einen Aktendeckel (oder ein Dashboard) lassen sich alle Informationen zu einem Mitarbeiter finden: Adresse, Lohnnachweis, Einstufung, Vorgesetzter usw. Bereits vorhandene Dokumente können schnell über einen Scandienstleister oder via OCR-Erkennung integriert werden.

Das Ziel: eine mehrstufige Unterstützung der Personalabteilung

Schnittstellen zu anderen Systemen bieten die Möglichkeit zur Integration aktueller Daten, wie beispielsweise den derzeitigen Stundensaldo. Alle Dokumente - vom Arbeitsvertrag bis zum "Zahltagzettel" - finden sich dann an einem Ort wieder. Egal ob Arztbestätigung oder Urlaubsschein: sämtliche Belege sind rechtsgültig, unveränderbar und versioniert archiviert. Durch eine Reminder-Funktion werden bei befristeten Arbeitsverträgen automatisch Erinnerungs-E-Mails vor Vertragsablauf an den Vorgesetzten oder die Personalabteilung gesendet. Auch die Koordination der jährlichen Mitarbeitergespräche wird dadurch einfacher, da die jeweiligen Termine individuell abgestimmt und automatisch im Kalender eingetragen werden können. Gepaart mit Onboarding- und Offboarding-Workflows lässt sich auch gezielt die Digitalisierung von HR-Dokumenten und -Prozessen umsetzen. Unterlagen für neu eintretende Mitarbeiter können mittels Workflows nachvollziehbar an die zuständigen Abteilungen gesendet werden. Mittels Drag-and-Drop wird die E-Mail mit der Krankmeldung eines Mitarbeiters in der Akte archiviert. Die Indexierung des Dokuments erfolgt zum größten Teil automatisch, da einfach die Indexwerte aus der digitalen Personalakte übernommen werden.

Argumente für die Einführung einer digitalen Personalakte

Einige der zuvorderst genannten Argumente für die Einführung, wie die Digitalisierung von Papierdokumenten an sich und die Einsparung von Platz durch das Auflösen von Papierordnern, greifen zu kurz und sind zu unspezifisch. Denn die Stärke der digitalen Personalakte liegt darin, Informationen aus verschiedenen Systemen zu bündeln und diese vereint auf dem Aktendeckel anzuzeigen. Dadurch können eine Vielzahl der bislang händisch ausgeführten Prozesse via Mausklick vollzogen werden. Ein typisches Beispiel wäre der zeitliche Aufwand eines Personalverantwortlichen, der in einer "offline" Mitarbeiterakte die Krankmeldung der letzten beiden Jahre zusammentragen muss. Im Vergleich dazu ist die Zeitersparnis für digitalisierte Personalabteilungen enorm. Jeglicher Aufwand für die Aktensuche und "Ordnerkramerei" entfällt.

DSGVO? Kein Thema!

Das Thema DSGVO ist in diesem Zusammenhang allgegenwärtig und stellt bei einer digitalen Personalakte kein Problem dar: Da sich alle Dokumente an einem Ort befinden, kann der Zugriff darauf über Berechtigungen granular gesteuert werden. Dem Mitarbeiter wird es dadurch möglich, jederzeit seine eigene Akte zu sehen.

Fester Bestandteil von Digitalisierungskonzepten

Die Einführung einer digitalen Personalakte ist sicher nicht trivial. Einmal aufgebaut und eingerichtet, spart sie jedoch Zeit und Platz, reduziert die Verwaltungskosten und zahlt sich in barer Münze aus. In Verbindung mit einem revisionssicheren DMS wird auch die unveränderliche Speicherung der Personaldokumente sichergestellt und die Papierakten können endgültig abgeschafft werden.

Mehr Info

IT-Trends im neuen Jahrzehnt

02.12.2019

Die Zukunft beginnt jetzt. Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Container-Technologien wurden im aktuellen Jahrzehnt Standard in der IT-Landschaft vieler Unternehmen. Auch im neuen Jahrzehnt bleibt die Digitalisierung treibende Kraft für zahlreiche Entwicklungen. Fünf Experten geben einen Ausblick auf die Trends, die das erste Jahr im neuen Jahrzehnt gestalten werden.

1. Digitale Transformation der bestehenden Infrastruktur

„Die digitale Transformation ist seit einigen Jahren ein aktuelles Thema – und wird es auch in 2020 bleiben. Unternehmen werden jedoch ihre Herangehensweise ändern: Zu Beginn der Bewegung wurden verstärkt neue Technologien erworben, die allerdings oft nicht kompatibel waren mit den älteren Infrastrukturen, die noch in Betrieb waren. Diese Strategie führte zu hohen Kosten und großen Sicherheitsrisiken für unternehmenseigene Daten. Um dies einzudämmen, werden Unternehmen sich in Zukunft der Modernisierung ihrer Kernsysteme verschreiben – mit einem Fokus auf Lösungen, die offen sind und Integrationen der älteren IT-Infrastrukturen ermöglichen.“ (Joe Garber, Global Vice President Strategy and Solutions bei Micro Focus?

2. Die Rückkehr von COBOL

„Die digitale Transformation bringt zahlreiche Facetten mit sich. In Anbetracht der kommenden Herausforderungen wird sich COBOL wieder zur ersten Wahl bei Programmiersprachen entwickeln: Sie unterstützt die neusten Plattformen wie etwa die Cloud, moderne Arbeitsansätze wie DevOps und ermöglicht bestmögliche Agilität für Unternehmen. Anpassungsfähigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität sind nur einige Beispiele dafür, warum COBOL bereit ist für die neusten digitalen Anforderungen. Zudem gilt dieses Urgestein der Programmiersprachen als besonders sicher gegenüber anderen modernen Systemen. COBOL hat sich als die Programmiersprache der Wahl erwiesen und wird in 2020 weiterhin mehr als aktuell sein.“ (Ed Airey, Product Marketing Director, Connectivity bei Micro Focus)

3. Künstliche Intelligenz und Automatisierung

„Damit der DevOps-Ansatz Unternehmen umfassende Vorteile ermöglicht, sind automatisierte Tests für Software elementar. Studien zeigen jedoch, dass weniger als 20 Prozent der Tests in Unternehmen aktuell automatisiert sind und damit wertvolle Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen. Als Gründe für die mangelnde Automatisierung von Tests nennen die Betroffenen sich schnell wandelnde Anwendungen und auch die Menge der Szenarien, die es zu testen gilt. Die unvollständige Automatisierung der Test-Prozesse führt dazu, dass IT-Abteilungen nicht in der Geschwindigkeit arbeiten können, die die Wirtschaft voraussetzt. Im Jahr 2020 werden Unternehmen durch Werkzeuge, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz (KI), die bestehenden Defizite im Bereich der Test-Automatisierung adressieren. Um mögliche Ansätze für die Automatisierung zu schaffen, werden sie nicht mehr länger nur für kurzfristige Lösungen mit künstlicher Intelligenz experimentieren. Vielmehr werden sie diese strategisch in die Entwicklung von automatisierten Test-Prozessen einbetten. Der Rückgriff auf KI macht Automatisierungsansätze einfach nutz- und programmierbar. So kann jeder, unabhängig von den eigenen IT-Fähigkeiten, die Vorteile von automatisierten Testumgebungen nutzen. Dies ermöglicht eine effizientere Umsetzung des DevOps-Ansatzes. Erst so können IT-Abteilungen in einem Tempo arbeiten, das dem der Wirtschaft entspricht.“ (Amy Fenwick, Head of Product Marketing, Functional and Performance Testing, ADM bei Micro Focus)

4. Komplexität vs. Sicherheit: Container-Technologien

„Die Zahl der Container in IT-Infrastrukturen nimmt stetig zu. Dies wird Unternehmen im kommenden Jahr vor Sicherheitsherausforderungen stellen: Die geschlossene Beschaffenheit und ihre Möglichkeit, automatisierte Updates durchzuführen, machen Container gerade für komplexe Infrastrukturen attraktiv, da sie wenig wartungsintensiv sind. Die Kombination von neuen Technologien und Automatisierung bringt aber auch Sicherheitsrisiken mit sich. Daher muss die Art und Weise der Authentifizierung der automatischen Updates in den Fokus gerückt werden. In der Diskussion stehen digitale Signaturen. Hierfür können IT-Experten auf Hashfunktionen zurückgreifen. Diese weisen jedoch noch Schwachstellen auf, die neuartigen Cyberattacken eine Eintrittsstelle ermöglichen. Somit stellen Container 2020 die Unternehmen vor neue Sicherheitsherausforderungen.“ (Michael Angelo, Chief Security Architect bei Micro Focus)

5. Herausforderung Datenschutz: Abteilung Datensicherheit

„Die DSGVO und andere Datenschutzrichtlinien stellten Unternehmen in der vergangenen Dekade Unternehmen vor Herausforderungen. Mit der fortschreitenden Technologie wird sich dieser Umstand noch verschärfen. Daher wird es für Unternehmen unumgänglich, eine interne Abteilung mit dem Schwerpunkt Datenschutz zu etablieren. Das neue Jahr bringt eine neue Position in Unternehmen mit sich, die zunehmend an Wichtigkeit gewinnt: Die des Chief Privacy Officers. Hauptaufgabe für diesen wird es sein, die komplexe Landschaft der Regulierungen übersichtlich zu machen. Gerade in Anbetracht der zahlreichen Datenlecks in der Vergangenheit könnte dies für Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, verpflichtend werden. Die gute Nachricht ist, dass die Angebote für Datenschutzprogramme immer umfangreicher und nutzerfreundlicher werden.“ (Reuben Sinclair, Director Cyber Security bei Micro Focus)

Mehr Info

 

 

Aktuelles

  • 80 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten drei Jahren den Einsatz von künstlicher Intelligenz
  • Was Unternehmen von der Einführung digitaler Mitarbeiterdokumente abhält
  • IT-Trends im neuen Jahrzehnt
» zu den News