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Steinbeis-Beratungszentrum Wissensmanagement

Umfrage: Ist die Digitalisierung im HR-Bereich angekommen?

15.10.2019

Human Resources ist ein Unternehmensbereich, der besonders stark von der Digitalisierung profitiert. Ein Großteil der Arbeitszeit fließt in administrative Tätigkeiten, die sich mit passenden Softwarelösungen automatisieren lassen. Das reduziert den Aufwand erheblich und setzt Zeit für die wesentlichen Aufgaben der Personalabteilung frei, nämlich neue Mitarbeiter zu gewinnen sowie die bestehenden weiterzuentwickeln und zu binden. Darüber hinaus eröffnen neue Technologien wie KI und Big Data Analytics vielfältige Möglichkeiten, Daten zu erheben, auszuwerten und die gewonnenen Erkenntnisse für das HR-Management zu nutzen. Doch wie weit sind deutsche Unternehmen tatsächlich bei der Digitalisierung des HR-Bereichs?

Eine Umfrage des Lehrstuhls für Personalwirtschaft und Business Governance der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und des Softwarehauses forcont business technology gmbh soll Antworten auf diese und weitere Fragen liefern:

  • Welche HR-Prozesse haben Unternehmen bereits digitalisiert?
  • Welche Systeme und Softwaretools setzen sie ein?
  • Wie viele Personalabteilungen erheben systematisch Daten und beziehen sie in die Entscheidungsfindung ein?
  • Mit welcher Intensität wird die Digitalisierung im Unternehmen vorangetrieben?
  • Für welche Aufgaben wünschen sich HR-Verantwortliche mehr Zeit?

Der Lehrstuhl und forcont laden Mitarbeiter und Manager aus Personalwesen, kaufmännischer Leitung und Geschäftsführung herzlich zur Teilnahme ein. Sie benötigen dafür ca. 15 Minuten.

Die Online-Befragung läuft bis zum 30. November 2019, die Ergebnisse stehen den Teilnehmern im Anschluss zur Verfügung. Die Datenerhebung erfolgt anonymisiert, eine Datenweitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Optional können die Befragten an einem Gewinnspiel teilnehmen: forcont verlost als Dankeschön fünf Amazon-Gutscheine im Wert von jeweils 25 Euro.

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Abschied vom Papier: Deutschlands Mittelstand wird digitaler

14.10.2019

Rechnungen werden digitalisiert, Akten elektronisch archiviert, Teams arbeiten an Dokumenten von unterschiedlichen Standorten aus zusammen: Das digitale Büro erobert den Mittelstand. Schon fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) setzt nicht mehr nur auf Papier, sondern organisiert und verwaltet seine Dokumente digital. Gegenüber 2017 ist das ein deutlicher Anstieg: Hier setzten noch 33 Prozent auf das sogenannte Enterprise Content Management (ECM), wie eine solche ganzheitliche Strategie, die die Erstellung, Bearbeitung und Speicherung umfasst, genannt wird. Dabei geht es heute nicht mehr nur um klassische Office- oder PDF-Dateien, die jeweils bei 92 Prozent und damit bei so gut wie allen Unternehmen im Mittelstand digital organisiert werden. Sondern etwa auch um Bilder (57 Prozent), Audio-Dateien (25 Prozent) oder Videos (18 Prozent). Das hat die repräsentative Studie „Digital Office im Mittelstand 2019“ von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 613 Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern ergeben.

„ECM-Lösungen bilden die wichtigste Grundlage für die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen“, sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. „Dadurch erhalten Unternehmen etwa Unterstützung beim effizienten Erfassen, Ablegen und Wiederauffinden von Dokumenten, bei der Abwicklung dokumentenbasierter Prozesse sowie bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Es ist erfreulich, dass der Mittelstand, das Herz der deutschen Wirtschaft, zwischenzeitlich den Weg in Richtung des digitalen Büros beschritten hat.“

Das digitale Büro kommt dabei zunehmend aus der Cloud. Mehr als jedes zweite Unternehmen (58 Prozent) verwaltet seine digitalen Dokumente mittlerweile dort, das sind 9 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017. Die Zahl der Unternehmen, die ihre ECM-Software im eigenen Unternehmen („on premise“) betreiben, ging im gleichen Zeitraum von 59 Prozent auf 44 Prozent zurück. „Vor allem für den Mittelstand bietet die Dokumentenverwaltung und -Organisation aus der Cloud großes Potenzial, da IT-Ressourcen hier besonders knapp sind“, betont Britze. „Zudem bringt dieser Weg viele Vorteile mit sich: So werden nicht nur IT-Kosten gesenkt, sondern auch die Sicherheit erhöht: Die Cloud – öffentlich wie privat – wird bei professionellen Dienstleistern meist wesentlich besser geschützt als bei internen IT-Lösungen.“

Um das digitale Büro geht es auch bei der Digital Office Conference am 22. Oktober in Berlin. Mit rund 250 Teilnehmern ist sie eine der wichtigsten Anwenderkonferenzen für digitale Office-Lösungen in Deutschland. Bereits zum dritten Mal kommen Firmengründer sowie Führungskräfte aus Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor zusammen, um sich über neueste Angebote und Entwicklungen am Markt zu informieren. Die Digital Office Conference findet 2019 erneut im Rahmen der Smart Country Convention (22. - 24. Oktober 2019) statt.

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Mangelnde Digitalisierung in der Versicherungsbranche

11.10.2019

Nur vier der 22 untersuchtenAusschließlichkeitsvertriebe ermöglichen ihren Vermittlern eine voll digitale,also papierlose Prozessbearbeitung in mehr als 60 Prozent aller Geschäftsvorfälle. Damit haben die vier Vorreiter ARAG, Concordia, Mecklenburgische und Nürnberger Versicherung (in alphabetischer Reihenfolge) eine fast doppelt so hohe Digitalisierungsquote im Vergleich zu den Schlusslichtern der Branche, die nur auf rund 35 Prozent kommen. Mehr Zeit für die Kundenberatung und höhere Cross-Selling-Dichte sind die stärksten Motivatoren, warum Vermittler eine weitere Digitalisierung ihrer Versicherungsagentur einfordern. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Benchmark-Untersuchung von Sirius Campus – in Kooperation mit dem IT-Dienstleister adesso.

In der seit 2003 durchgeführten Benchmark-Untersuchungsreihe „Erfolgsfaktoren im Ausschließlichkeitsvertrieb“ wurden im Zeitraum von Mai bis Juli 2019 mehr als 1.100 Versicherungsvermittler von 22 Versicherern telefonisch interviewt. Die Befragung zur Beurteilung der Zusammenarbeit von Agenturen mit ihren Versicherungsgesellschaften wird in Kooperation mit dem IT-Dienstleister adesso durchgeführt, der seit über zwei Jahrzehnten führende Versicherungen auf ihrem Weg der Digitalisierung begleitet.

Digitale Unterstützung macht Vermittler erfolgreicher

Von 18 untersuchten digitalen Unterstützungsangeboten für Versicherungsagenturen wirken sich eine Online-Bedürfniserfassung für Kunden vor dem Beratungsgespräch und eine digitale Schadenerfassung besonders positiv auf die Neukundengewinnung aus. Mit zunehmender Nutzungshäufigkeit dieser Instrumente gewinnen Vermittler 18 beziehungsweise 16 Prozentpunkte mehr Neukunden im Vergleich innerhalb einer Vertriebsorganisation. Insbesondere für den Abschluss von Lebens- und Krankenversicherungen zahlt sich eine intensive Nutzung eines Social-Media-Auftritts und eine papierlose Beratung mit sieben beziehungsweise acht zusätzlichen Abschlüssen pro Jahr aus.

„Die Digitalisierung der Versicherungsagentur ist nicht mehr nur ein Wohlfühlprogramm für Vermittler, sondern ist zum zentralen Erfolgsfaktor für die Versicherungsagentur und damit für Versicherungsgesellschaften geworden. Vermittler haben dies erkannt und sind von einem zögerlichen Management enttäuscht“, interpretiert Dr. Dirk Platz, Leiter des Geschäftsbereichs Versicherungen bei adesso, die Ergebnisse der Untersuchung.

IT-Kompetenz ist zum zentralen Treiber für Vermittlerloyalität geworden

Seit Beginn der Benchmark-Untersuchung 2003 hat sich die Bedeutung der IT-Unterstützung für die Vermittlerloyalität, zum Beispiel gemessen am Net-Promotor-Score (NPS), von den unteren Rängen der über 50 erhobenen Treiber auf den siebten Rang in 2019 stark gesteigert. Der NPS kann durch die häufige Nutzung der Digitalfunktionen Kundenkontakthistorie und Terminerinnerung für jährliche Risikoprüfungen den NPS-Wert um 31 beziehungsweise sogar 41 Zähler erheblich steigern. Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist es auch, dass es praktisch keine Altersunterschiede in der Nutzungshäufigkeit digitaler Ansprache- und Beratungsunterstützungen gibt. Dagegen liegen erhebliche Unterschiede beim Angebot digitaler Unterstützungen zwischen den Versicherern vor, wie zum Beispiel bei der Erfassung von Kundenbedürfnissen in der Beratungssoftware, einer digitalen Schadenmeldung mit App oder Website oder dem Social-Media-Auftritt für die Agentur.

Forderung nach automatisierten Verkaufsimpulsen und digitalen Kundenakten

Eine automatische Generierung von Verkaufsimpulsen in der Beratungs- und Agentursoftware ist ein zentrales Handlungsfeld für viele Versicherer. Denn mit einem Drittel (32 Prozent) sind besonders viele Vertreter mit dieser Digitalfunktion ihrer Gesellschaft unzufrieden. Nur Allianz, Debeka, ERGO, HUK-Coburg, LVM und Württembergische Versicherung (in alphabetischer Reihenfolge) können 80 Prozent und mehr ihrer Vertriebspartner mit den automatisierten Verkaufsimpulsen zufriedenstellen.

Eine digitale Kundenakte nutzen bereits 64 Prozent aller Vertreter häufig, weitere 20 Prozent manchmal. Gerade der digitale Zugriff auf Kundenverträge und -dokumente sowie eine digitale Unterschrift, ein digitales Rabattkonto und eine digitale Schadenerfassung werden am häufigsten vermisst, wenn diese nicht vom Versicherer angeboten werden. „Mit dem bloßen Angebot einer am Reißbrett entwickelten Digitalunterstützung ist es nicht getan. Damit verschenken Versicherer viel Potenzial. Nur durch integrative Entwicklungsprojekte mit Vertrieb, Innendienst und IT lassen sich relevante Prozesse durch eine optimale Bedienung digitalisieren und in die erfolgreiche Nutzung führen“, resümiert Dr. Platz.

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