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Steinbeis-Beratungszentrum Wissensmanagement

Marktübersicht 2019: Die Zukunft gehört dem intelligenten Intranet

17.12.2018

Das Intranet der Zukunft ist intelligent, mobil und entwickelt sich zum unverzichtbaren Eintrittstor in den digitalen Arbeitsplatz: Zu diesen Erkenntnissen gelangt die heute veröffentlichte Studie „Intranet – Marktübersicht und Trends 2019“ der SCM – School for Communication and Management und der Full-Service Intranet Agentur HIRSCHTEC. Neben den derzeitigen Intranet-Trends liefert sie zudem einen Überblick über die Stärken und Ausprägungen der aktuell am Markt gängigen Intranetlösungen – speziell auch im Hinblick auf den digitalen Arbeitsplatz.

Die zentralen Ergebnisse der Studie: Die geräteunabhängige Intranetnutzung ist heute ein Muss. Dadurch, dass KI-Elemente eine immer stärkere Verbreitung erfahren, wird das Intranet zusehends intelligenter. Chatbots entwickeln sich zum Beispiel zu wichtigen digitalen Helfern in der gezielten automatisierten Kommunikation mit Mitarbeitern. War bereits in der Studie „Intranet – Marktübersicht und Trends 2018“ die Rede vom Intranet als zentralem Element des digitalen Arbeitsplatzes, welches offen für Anbindungen und Integrationen ist, so hat sich dieser Trend klar fortgesetzt. Das Intranet entwickelt sich immer stärker zu dem Eintrittstor in den Modern Workplace.

Bereits das vierte Jahr in Folge untersuchte die Erhebung, welche Intranetplattformen am besten zu welchen Unternehmenstypen mit ihren individuellen Anforderungen passen. Das Ziel: Unternehmen so eine erste Hilfestellung bei der Vorauswahl eines geeigneten Intranetsystems zu liefern. Im Detail wurden daher die folgenden 14 Intranetlösungen für die Marktübersicht untersucht: Beekeeper, Beezy, Bitrix24, COYO, LINCHPIN, LumApps, Omnia Intranet, Powell 365, Swisscom Sharespace, Speakap, Staffbase, Valo, Wizdom und XELOS Pro. Weiter wurde ein Kurzüberblick zu den “Enterprise Intranet”-Lösungen Microsoft SharePoint On-Premises, Microsoft Office 365 und SharePoint Online, Microsoft Yammer, Atlassian Confluence, IBM Connections, G Suite und Jive verfasst. Zudem wurden Kurzporträts zu Interact Intranet, Just Social, LiveTiles & LiveTiles Bots, Sitrion One, Skybow und Unily erstellt.

Um aufzeigen zu können, welche Einsatzschwerpunkte und Entwicklungen die auf moderne Kommunikations- und Kollaborationsplattformen spezialisierten Systemanbieter derzeit aufweisen, wurden die in der Marktübersicht vorgestellten Lösungen anhand ihrer Stärken und Ausprägungen den folgenden fünf Hauptkategorien zugeordnet: Enterprise Intranet, Add-on, Intranet Suite, Social Intranet und Mobile Intranet.

Neben der Einordnung in die fünf Kategorien wurden die Intranetlösungen auch dahingehend analysiert, inwiefern sie besondere Stärken in den drei – für moderne Intranets elementaren – Hauptanwendungsfeldern „Kollaboration“, „Information und mobile Nutzung“ sowie „Prozesse und Anbindungen“ aufweisen. Ergänzend dazu wurde visuell aufbereitet, wo sich die einzelnen Plattformen im Spannungsfeld dieser drei Faktoren bewegen.

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82.000 freie Jobs: IT-Fachkräftemangel spitzt sich zu

17.12.2018

Der Mangel an IT-Fachkräften hat einen neuen Höchststand erreicht. In Deutschland gibt es derzeit 82.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem deutlichen Anstieg um 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2017 waren 55.000 Stellen vakant. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Digitalverbands Bitkom. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von mehr als 800 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen in Unternehmen aller Branchen. Demnach konstatieren acht von zehn (82 Prozent) aktuell einen Mangel an IT-Spezialisten. Vor einem Jahr waren es noch zwei von drei (67 Prozent).

In den Unternehmen geht man davon aus, dass die Zahl unbesetzter Stellen weiter steigen wird. Sechs von zehn (59 Prozent) erwarten, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Die Personalsuche gestaltet sich als langwierig. Im Durchschnitt dauert es fünf Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen. Jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) berichtet, dass IT-Jobs langsamer besetzt werden können als andere Positionen. „Quer durch alle Branchen werden IT-Spezialisten händeringend gesucht“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Auch in vielen klassischen Berufen steigen die Anforderungen an die Digitalkompetenz. Diese Entwicklung zeigt sich in der rasant wachsenden Zahl vakanter IT-Jobs.“ Der Fachkräftemangel könne schon bald zur bedrohlichen Wachstumsbremse werden. Rohleder: „Jede offene Stelle bedeutet einen Verlust. Einen Verlust von Wertschöpfung, ein Weniger an Innovationen – und das gilt schon lange nicht mehr nur für die IT-Branche, sondern die gesamte Wirtschaft und den öffentlichen Bereich.“

Software-Entwickler sind begehrt

Die besten Aussichten auf dem IT-Arbeitsmarkt haben Software-Entwickler. Drei von zehn Unternehmen aller Branchen (29 Prozent) mit mindestens einer offenen IT-Stelle suchen Programmierer. Dahinter folgen Projektmanager (17 Prozent), Anwendungsbetreuer (13 Prozent), Qualitätsmanager (9 Prozent) und Sicherheitsexperten (8 Prozent). Einen aufsteigenden Trend gibt es bei den vergleichsweise neuen Profilen Data Scientist (7 Prozent) und Virtual Reality Designer (6 Prozent). „Die IT-Berufe differenzieren sich immer weiter aus und es entstehen immer neue Berufsbilder“, sagt Rohleder.

Unternehmen beklagen zu hohe Gehaltsvorstellungen der Bewerber

Die Besetzung von IT-Stellen scheitert vor allem am Geld, aber auch an fehlender Qualifikation und Kompetenz. So lässt die starke Nachfrage nach IT-Spezialisten auch die Gehaltsvorstellungen der Bewerber steigen. Drei von vier Unternehmen (76 Prozent) erklären, die Bewerber forderten zu viel Gehalt. Vier von zehn (38 Prozent) bemängeln fehlende fachliche Qualifikation, ein gutes Drittel (35 Prozent) vermisst Soft Skills wie etwa Sozialkompetenzen. Erst danach rangieren mangelhafte Testergebnisse im Auswahlverfahren (24 Prozent). Rohleder: „IT-Fachkräfte haben beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Bei guter Qualifikation können sie sich den Job in der Regel aussuchen. Das führt dazu, dass gute Kandidaten für viele Unternehmen kaum zu bezahlen sind – gerade für den Mittelstand und die öffentliche Hand.“

Unternehmens-Website ist wichtigste Plattform für Job-Angebote

Bei der Personalsuche allgemein setzen die Unternehmen vor allem aufs Internet. Neun von zehn (92 Prozent) veröffentlichen Job-Angebote auf der eigenen Webseite beziehungsweise einer zugehörigen Karriereseite. Sieben von zehn (70 Prozent) suchen über die Arbeitsagentur nach Mitarbeitern, etwa ebenso viele (69 Prozent) verlassen sich auf Mund-zu-Mund-Propaganda beziehungsweise persönliche Kontakte. Jedes zweite Unternehmen nutzt Online-Stellenbörsen (51 Prozent) oder Business-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing (50 Prozent), jedes vierte Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter (28 Prozent). Für das künftige Recruiting werden in den Erwartungen der Unternehmen Online-Medien und direkte Kontakte immer wichtiger. An Bedeutung gewinnen werden zudem Online-Stellenbörsen wie Monster oder Stepstone (69 Prozent), Karrieremessen (61 Prozent), Personalvermittlungen beziehungsweise Headhunter (54 Prozent) und Kooperationen mit Hochschulen und deren Netzwerken (51 Prozent). Dagegen werden klassische Kanäle wie Zeitungen (87 Prozent), Fachmagazine (70 Prozent) und Arbeitsagentur (45 Prozent) an Bedeutung verlieren, prognostizieren die Unternehmen.

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Mittelstands-Studie: Deutsche Industrie tritt beim Aufbau von Digital-Know-how auf der Stelle

14.12.2018

Obwohl die Erfassung maschineller Betriebsdaten innerhalb eines Jahres stark zugenommen hat, sind die deutschen Industrieunternehmen beim Aufbau entsprechenden Analyse-Wissens im gleichen Zeitraum nicht wirklich vorangekommen. Zu diesem Ergebnis kommt die zum zweiten Mal durchgeführte Studie „Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0“. Für die Untersuchung hat creditshelf, der Gestalter digitaler Mittelstandsfinanzierung, zusammen mit der TU Darmstadt fast 250 Vorstände und Geschäftsführer mittelständischer Industriebetriebe befragt.

Die befragten Mittelständler schätzen laut der Studie sowohl das digitale Know-how der Mitarbeiter als auch die eigene IT-Infrastruktur sogar etwas schwächer ein als noch vor zwölf Monaten. Gleichzeitig erklärten 44 Prozent der Teilnehmer, dass ihnen die Betriebsdaten ihrer ausgelieferten Produkte zur Verfügung stehen und im Rahmen von Service- und Wartungsverträgen genutzt werden. Im vergangenen Jahr hatten erst 34 Prozent der Betriebe so geantwortet.

„Auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint, ist es ein typisches Phänomen, dass Unternehmen bei großen technologischen Sprüngen das Gefühl haben, den Anschluss zu verlieren“, erklärt Dr. Daniel Bartsch, Vorstand und Gründungspartner von creditshelf. „Bei aller Selbstkritik zeigt unsere Studie aber ganz klar, dass der industrielle Mittelstand erkannt hat, dass der Verarbeitung von Echtzeit-Daten nicht nur die Zukunft gehört, sondern bereits Gegenwart ist. So sagten 79 Prozent der Studienteilnehmer (Vorjahr: 73 Prozent), dass sie Maschinen und Anlagen nutzen, die Daten an deren Hersteller liefern.“

Während die Erfassung von Daten also merklich zugenommen hat, erlitt die Bewertung des zur Auswertung nötigen Digital-Know-hows der Unternehmen wie gesagt einen kräftigen Dämpfer. So bewerteten im vergangenen Jahr 19 Prozent der Teilnehmer die Qualität des eigenen Know-hows mit der Schulnote 1. In diesem Jahr ist der Wert auf 7 Prozent geschrumpft. Nun bewerten 39 Prozent der Teilnehmer ihr Wissen mit der Note 2 (Vorjahr: 30 Prozent) und 25 Prozent mit der Note 3 (Vorjahr: 16 Prozent).

„Die Studie unterstreicht die Eindrücke in den Betrieben vor Ort, dass oft noch eine kräftige Diskrepanz zwischen dem Potenzial der neuen Technologien und dem Wissen der Führungskräfte und Mitarbeiter herrscht, die gewonnenen Daten bestmöglich zu nutzen“, sagt Prof. Dr. Dirk Schiereck von der TU Darmstadt, der die Studie wissenschaftlich begleitet hat. „Oft ist es eben nicht damit getan, einfach eine neue High-Tech-Maschine in die Fabrikhalle zu stellen, ohne gleichzeitig – von der Produktentwicklung bis zur täglichen Arbeit auf dem Shopfloor – auch das entsprechende Wissen der Mitarbeiter aufzubauen und permanent aktuell zu halten.“

„Auch bei der Finanzierung von Maschinen, Anlagen und der entsprechenden IT rund um das Thema Industrie 4.0 fehlt es oft noch an Wissen – auch auf Seite der Banken“, ergänzt creditshelf-Vorstand Bartsch. Er hält es daher für unerlässlich, bei solchen Finanzierungen nicht nur traditionelle Möglichkeiten zu berücksichtigen, sondern auch Alternativen wie etwa Fintech-Unternehmen in den Blick zu nehmen, die schon von ihrem Geschäftsmodell her sehr viel dichter an den Zukunftsthemen dran sind.

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