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Steinbeis-Beratungszentrum Wissensmanagement

Recruiting und Active Sourcing - wohin geht die Reise?

22.08.2019

Unangefochtene Nummer eins im Ranking der beliebtesten Recruiting-Tools ist nach wie vor das Schalten von Stellenanzeigen auf Internetstellenbörsen und der eigenen Karrierehomepage. Aber auch die Direktansprache von Kandidaten (Active Sourcing) gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Das ist das Ergebnis der Studie Recruiting Trends, die Monster zum 17. Mal gemeinsam mit der Universität Bamberg veröffentlicht hat.Das deckt sich mit den Präferenzen der Bewerber: Auch sie suchen am liebsten auf Internetstellenbörsen nach einem neuen Job. Sieben von zehn Kandidaten statten ihnen häufig einen Besuch ab, um nach einer Stelle Ausschau zu halten. 23,4 % der Kandidaten geben an, ihren Job darüber gefunden zu haben.

Aus diesem Grund ist es wichtig für Unternehmen, sich aufmerksamkeitsstark zu präsentieren: Zum Beispiel mit dynamischen Elementen, wie Videos. Sie werden Studienergebnissen zufolge in fünf Jahren doppelt so wichtig sein, wie heute und schon jetzt ziehen Jobinserate, die ein Video enthalten, die Aufmerksamkeit insbesondere von jungen Talenten stärker auf sich, als reine Textanzeigen. Denn Kandidaten erhalten auf diese Weise authentische und glaubwürdige Eindrücke über den Job und das Unternehmen. Sie sehen, wie Mitarbeiter „ticken“ und blicken für ein, zwei Minuten hinter die Kulissen. Über eine App wie Monster Studios lässt sich ein solches kurzes Recruitingvideo professionell in Eigenregie erstellen.

Active Sourcing: Der direkte Weg lohnt sich

45 % der Top-1.000-Unternehmen und sogar 77,8 % der IT-Unternehmen haben längst erkannt: Die Arbeitsmärkte sind aufgrund des Fachkräftemangels dermaßen leer gefischt, dass sie sich zusätzliche Recruiting-Wege erschließen müssen. Unternehmen verließen sich im Vergleich zum Vorjahr weniger darauf, dass sich Kandidaten auf Ausschreibungen melden und sprachen etwas häufiger selbst aktiv mögliche Bewerber an. Die Direktansprache von Kandidaten wird beliebter: „Active Sourcing nutzen acht von zehn Top-1.000-Unternehmen insbesondere dann, wenn offene Stellen schwer zu besetzen sind, drei Viertel, wenn sich kein passender Kandidat auf die entsprechende Stellenanzeige gemeldet hat und 48,2 %, wenn die Stelle schnell besetzt werden muss. In der IT-Branche sind die Anteile noch höher, wie wir festgestellt haben“, fasst Studienleiter Professor Tim Weitzel zusammen.

Damit feiern sie durchaus Recruiting-Erfolge, wie die Studie belegt. 14,4 % der tatsächlichen Neueinstellungen erfolgten über Active-Sourcing-Kanäle, bei den IT-Unternehmen sind es sogar 24 %. Für Active Sourcing spricht: 36,4 % der Kandidaten haben sich durch die Direktansprache bei einem Unternehmen beworben, bei dem sie sich sonst nicht beworben hätten. Und: Zwei von zehn Kandidaten haben ihren Job auf Grund einer Direktansprache gewechselt, obwohl sie selbst gar nicht auf Stellensuche waren.

Doch Unternehmen haben im Active Sourcing auch mit gewissen Hürden zu kämpfen: Fast zwei Drittel der Angesprochenen melden sich gar nicht zurück. Der Grund: Viele Kandidaten beklagen, nicht individuell angesprochen zu werden. Manche fühlen sich regelrecht von Standardanfragen zugespammt. Hier besteht also erhebliches Optimierungspotenzial.

Angesagt in der Generation Z: Der Job auf Empfehlung

Allerdings zeigt die Studie auch, dass sich die Präferenzen innerhalb der Generationen verschieben, wie man angesprochen werden will. Der größte Teil der Kandidaten aus der Baby-Boomer-Generation und der Generationen X und Y setzt auf ein Profil in Karrierenetzwerken sowie in Lebenslaufdatenbanken oder Internetstellenbörsen, um von Arbeitgebern gefunden zu werden. Bei den jüngeren Stellensuchenden sieht es anders aus. Liegt in der Generation Y die Job-Empfehlung durch Bekannte auf Rang zwei, nimmt sie für die Generation Z mit 76,7 % den höchsten Stellenwert ein.

„Dieser Trend ist ein Signal für Unternehmen“, so Sylvia Edmands, Geschäftsführerin von Monster Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Recruiter müssen neue Antworten auf die Präferenzen der jüngeren Talente finden, um mit entsprechenden Programmen und organisatorischen Rahmenbedingungen von dieser effizienten Methode der Personalsuche zu profitieren.“ Dazu zähle auch die Vorliebe der Jüngeren für die mobile Bewerbung. Ein Drittel der Bewerber aus der Generation Z schätzt zum Beispiel den automatischen Abgleich von Job und Bewerberprofil durch mobile Apps, um durch Unternehmen identifiziert zu werden und sich, ähnlich wie bei Dating-Apps, zum neuen Job zu swipen.

Wahrheit oder Pflicht im öffentlichen Profil

Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten: Nicht selbst nach dem neuen Job suchen, sondern von ihm gefunden werden, ist für viele Kandidaten heute eine realistische Option. Ein öffentliches Online-Profil ist der erste Schritt, um von Unternehmen identifiziert und direkt adressiert zu werden, um den eigenen beruflichen Erfolg und Werdegang sichtbar zu machen und ein Arbeitsnetzwerk aufzubauen.

Interessant hierbei: Zwei von zehn Kandidaten, darunter vorrangig die jüngeren Generationen, zeigen sich bei der Präsentation flexibel und passen ihr Profil an, wenn sie auf der Suche nach einem neuen Job sind. Mit der Wahrheit nehmen es nicht alle Kandidaten ganz genau: Um bei der Ansprache die Chancen zu erhöhen, hat ein Viertel der Kandidaten auch schon mal Anforderungen aus einer Stellenanzeige ins eigene Online-Profil kopiert und 6,7 % haben falsche Informationen veröffentlicht – je jünger der Kandidat, desto eher wird geschummelt.

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Stressfaktor Digitalisierung: So nutzen Unternehmen ihre Geschäftssoftware als smarten Wachstumskatalysator

20.08.2019

In Stresssituationen und bei unüberschaubar komplexen Problemen reagieren Menschen entweder mit Kampf, Flucht oder zeitweiliger Erstarrung, in der Psychologie auch „Flee, freeze or fight“-Reaktion genannt. Auch der digitale Wandel kann bei Unternehmensentscheidern derartige Momente der Überforderung auslösen. Der ERP-Experte godesys zeigt jetzt typische Herausforderungen, die mit dem digitalen Wandel einhergehen, und erläutert, wie sich diese mittels agiler Geschäftssoftware beheben lassen.

ERP als Treiber von Wachstum

Ein ERP-System allein ist nicht Garant für erfolgreiches Unternehmenswachstum, je mehr Prozesse Unternehmen jedoch in ihr ERP integrieren und so miteinander verzahnen, umso effizienter können Mitarbeiter arbeiten. Damit dies gelingt, müssen sie allerdings die Produktivität ihrer Mitarbeiter im Blick behalten. Denn: Zeitmanagement alleine nützt nichts, solange Effektivitätsverluste und Automatisierungspotenziale nicht erfasst, analysiert und verbessert werden. Durch die Automatisierung von regelbasierten und repetitiven Workflows, können sich Mitarbeiter neuen Aufgaben zuwenden und gewinnbringender eingesetzt werden. Veraltete und starre IT-Lösungen hindern Unternehmen hingegen erfolgreich zu agieren. Daher gilt es, auf flexible und anpassungsstarke Systeme zu setzen sowie für die Digitalisierung des Unternehmens zu Beginn auch Investitionen in Kauf zu nehmen. Nur dann lässt sich das Marktgeschehen nachhaltig verändern.

Mithilfe verlässlicher Software compliance-konform arbeiten

In Sachen Compliance können ERP-Systeme regelkonformes Arbeiten signifikant erleichtern, indem Prozesse mit entsprechenden Parametern ausgestattet und Workflow-Schritte für bestimmte Mitarbeiter freigegeben werden. Mit godesys ERP können Mitarbeiter ihre Prozesse beispielsweise compliance-konform managen und eine einwandfreie Prozessqualität erreichen. Die Geschäftssoftware unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung von Regeln und trägt so dazu bei, Verstöße einzudämmen. Dank der zentralen Speicherung aller relevanten Unterlagen haben Mitarbeiter im Fall von Kontrollen alle Dokumente schnell und zuverlässig parat. Werden diese Schritte eingehalten, lassen sich sehr viele klar definierte Arbeitsabläufe automatisieren, was wiederum zu einer erhöhten Produktivität führt.

Geschäftssoftware hilft, nahtlose, vernetzte Customer Journeys zu sichern

In Zeiten, in denen indidividuelle Kundenansprache und kontinuierliche Kundenorientierung neue Dimensionen angenommen haben, entwickelt sich die Customer Experience zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsvorteil. Nicht ohne Grund sollten Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden in dem Mittelpunkt stellen, denn für drei von vier Befragten spielt das Kundenerlebnis eine entscheidende Rolle für die Kaufentscheidung – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle PwC-Studiehttps://www.pwc.de/de/managementberatung/einzigartige-kundenerfahrungen-schaffen/das-erlebnis-ist-entscheidend-so-funktioniert-guter-service.html. Zentrale Voraussetzung: Für ein erfolgreiches Customer Experience Management ist vor allem ein hohes Maß an Kundenverständnis wichtig. Das ERP bietet hierfür aufschlussreiche Daten, die zentral verwaltet und bei Bedarf analysiert werden können. Die Kunst besteht darin, mithilfe von Data Analytics, KI und maschinellem Lernen diesen Datenschatz zu heben, auszuwerten und daraus personalisierten und individuellen Content für Kunden zu schaffen.

Praxisbeispiel: Produktivitätssteigerung durch automatisierte Belegerkennung

Eine aktuelle Bitkom-Studie hat herausgefunden, dass Unternehmen bei der digitalen Belegverarbeitung großen Nachholbedarf haben, denn lediglich acht Prozent der deutschen Unternehmen empfangen ihre Rechnungen derzeit bereits in elektronischer Form. Das ist verschenktes Potenzial, denn fortschrittliche Dokumentenmanagement-Systeme können prozessrelevante Beleginhalte schnell und ohne große Fehler oder Lücken zur Verfügung stellen. Unternehmen die auf innovative Texterkennungslösungen (OCR) setzen und diese über Schnittstellen mit vorhandenen Systemen für Finanzbuchung, Warenwirtschaft oder ERP koppeln, können durch die Automatisierung sich regelmäßig wiederholender Arbeitsschritte wie Rechnungseingänge erheblich Zeit einsparen. Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der godesys AG, führt aus: „Das ERP-System bildet hier eine wesentliche Basis für einen effektiven und effizienten Order-to-Cash-Prozess, von der Bestellung bis zum Zahlungseingang des Kunden.“

Kühl resümiert: „Im aktuellen Digitalisierungsindex erklären acht Prozent der Befragten, dass der Nutzen der digitalen Transformation inzwischen die Kosten deutlich übersteige. Um dieses Potenzial durchdacht und gewinnbringend zu heben, ist es nun an der Zeit, den Einsatz vorhandener Geschäftssoftware zu überdenken oder veraltete Systeme durch neue, flexiblere Lösungen zu ersetzen. Dies setzt vielerorts vielleicht eine gehörige Portion Mut und Investitionen voraus, die sich aber schnell bezahlt machen. In Sachen digitaler Wandel sollten Firmen weder fliehen noch den Kopf in den Sand stecken, sondern der Herausforderung mithilfe leistungsstarker IT selbstbewusst die Stirn bieten.“

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20.000 neue Arbeitsplätze im IT-Mittelstand

15.08.2019

Der IT-Mittelstand schafft Jobs, tut sich aber schwer bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Rund 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze haben die mittelständischen IT-Unternehmen in Deutschland innerhalb eines Jahres geschaffen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IT-Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern stieg um 4 Prozent auf gut 495.000. Dagegen gingen die Umsätze leicht um 1 Prozent auf 73 Milliarden Euro zurück. Insgesamt ist das Geschäftsklima aber positiv. Für den IT-Mittelstand weist der Bitkom-ifo-Digitalindex im Mai 31,8 Punkte aus – das bedeutet, dass eine deutliche Mehrheit der Unternehmen für die kommenden Monate von steigenden oder zumindest stabilen Umsätzen ausgeht. Das sind die zentralen Ergebnisse aus dem IT-Mittelstandsbericht 2019 des Digitalverbands Bitkom.

„Der IT-Mittelstand schafft jedes Jahr Tausende neuer Jobs. Aber die immer schwieriger werdende Suche nach qualifiziertem Personal begrenzt bei vielen Unternehmen das Wachstum“, sagt der Mittelstandssprecher des Bitkom, Dirk Röhrborn. „Insbesondere mittelständische Unternehmen sind es, die als IT-Anbieter und -Anwender mit großer Flexibilität und Dynamik die Konjunktur antreiben, neue Arbeitsplätze schaffen und den Standort Deutschland stärken.“ Die 11.162 mittelständischen IT-Unternehmen stehen für 35 Prozent des Umsatzes und 56 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der deutschen Informationstechnik.

Fachkräftemangel schmälert Umsätze

Der verschärfte Fachkräftemangel setzt mittelständische Unternehmen besonders unter Druck. „Für IT-Mittelständler ist es eine echte Herausforderung, Fachkräfte für sich zu gewinnen. Jede unbesetzte Stelle wirkt sich negativ auf Wertschöpfung und Innovationskraft der Unternehmen aus“, sagt Röhrborn. Um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken, tritt Bitkom für die Förderung digitaler Kompetenzen schon in der Schule ein. Röhrborn: „In der Berufs- und Studienorientierung sollte noch viel intensiver für IT-Berufe geworben werden. Zudem müssen wir die duale Berufsausbildung und das duale Studium im IT-Bereich stärken. Auch das Angebot an Informatik-Studiengängen sollte ausgebaut werden, etwa in Kombination mit Ingenieur- und Sozialwissenschaften.“ Kurzfristig müsse das Arbeitsrecht an die Erfordernisse und Möglichkeiten des digitalen Zeitalters angepasst werden, etwa um dem zunehmenden Wunsch nach mehr selbstbestimmtem Arbeiten gerecht zu werden. So kollidiert die vorgeschriebene elfstündige Ruhepause mit den Tagesabläufen vieler Homeworker. Sinnvoll sei zudem die Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Gigabit-Infrastrukturen schaffen

Der überwiegend in ländlichen Gebieten ansässige IT-Mittelstand steht vielerorts wegen mangelnder digitaler Infrastruktur vor großen Herausforderungen. Die Politik ist gefordert, optimale Rahmenbedingungen für den zügigen Ausbau von Breitband- und 5G-Mobilfunknetzen zu schaffen. Bis 2025 sollten Gigabit-Infrastrukturen auf Basis eines Technologiemixes verfügbar sein. In Gebieten, in denen sich ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht rechnet, sei die öffentliche Hand gefragt. Um die Mobilfunknetze auf den neuesten Standard aufzurüsten und Funklöcher zu schließen, brauche es einfachere, standardisierte Antrags- und Genehmigungsverfahren.

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