Arbeit 4.0: Mitarbeiter fordern mobileres Arbeiten

16.11.2017

Das Münchner Unternehmen IDG Research Services befragte im Juni 2017 über 1.500 Unternehmen und Mitarbeiter zu ihren Vorstellungen über den „Arbeitsplatz der Zukunft“. Wo liegen die Herausforderungen, was sind mögliche Lösungsansätze?

Die Erwartungen an den Arbeitsplatz nehmen mit neuen technologischen Entwicklungen zu. Aus Mitarbeitersicht wird der Themenkomplex vor allem von der Frage bestimmt, wo sie in Zukunft arbeiten. Neue Arbeitszeitmodelle, Home-Office sowie Mobilität bestimmen die Wahrnehmung.

Arbeit wird ortsunabhängiger und selbstbestimmter

Katrin Beuthner, Geschäftsführerin des Partners der Studie United Planet, sagt: „Der Arbeitsplatz der Zukunft ist – zumindest für Büroarbeiter - nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden. Stattdessen finden diese jederzeit alle benötigten Informationen und Geschäftsprozesse auf einer zentralen Oberfläche: dem Digital Workplace. Die Entwicklung wird auch für andere Tätigkeitsbereiche, etwa im Produktionsumfeld, immer wichtiger.“

Die Unternehmen müssen und wollen handeln

Die Notwendigkeit, sich mit dem Arbeitsplatz der Zukunft auseinanderzusetzen, ist vielen Unternehmen schon bewusst: Nach Einschätzung der Mitarbeiter befassen sich bereits knapp zwei Drittel der Firmen damit. Die Unternehmen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, nehmen das Thema als eine der wichtigsten Herausforderungen wahr.

Die Relevanz liegt noch vor den klassischen Aufgaben Personal und Vertrieb und sogar vor den Hype-Themen Analytics und Industrie 4.0. Nur der IT-Sicherheit wird eine noch höhere Bedeutung für den langfristigen Geschäftserfolg zugemessen.

Firmen investieren, Mitarbeiter fordern

Rund 80 Prozent der befragten Unternehmen wollen in den kommenden zwölf Monaten in die Infrastruktur für flexibleres und mobileres Arbeiten investieren. Die Investitionen sind nötig, denn die Einschätzung des Status Quo geht weit auseinander:

Die Unternehmenssicht ist erstaunlich positiv. Über 60 Prozent geben an, die Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft sei schon sehr weit fortgeschritten oder man sei sogar Vorreiter. Die Mitarbeitersicht ist deutlich zurückhaltender: Nur rund 20 Prozent bewerten die Entwicklung in ihrem Unternehmen als weit fortgeschritten oder abgeschlossen.

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Digitale Gewinner gesucht! Bewerbungsstart für den Digital Leader Award 2018

15.11.2017

Die Digitale Transformation gehört heute zu den Top-Prioritäten in Unternehmen, Verbänden und Institutionen. Zwar gibt es an vielen Stellen noch Entwicklungsbedarf, dennoch werden immer mehr Digitalisierungsprojekte umgesetzt. Um die Erfolge der Digitalisierung sichtbar zu machen und innovative Herangehensweisen auszuzeichnen, verleihen Dimension Data und IDG Business Media unter der Schirmherrschaft der amtierenden Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries den Digital Leader Award. Im nunmehr dritten Jahr können sich die Führungskräfte und Projektteams mit ihren Projekten für die Auszeichnung bewerben. Einreichungen werden bis zum 16. Februar 2018 entgegengenommen.

Jan Willem Dees, CEO von Dimension Data Deutschland, und Michael Beilfuß, Executive Vice President bei der IDG Business Media GmbH, haben die Bewerbungsphase für die dritte Auflage des Digital Leader Award (DLA) gemeinsam eröffnet. Ab sofort können Unternehmen, Verbände und Institutionen ihre Digitalisierungsprojekte einreichen. Die Bewerbungsfrist endet am 16. Februar 2018. Die Preisverleihung findet am 28. Juni 2018 in Berlin statt. Zur Gala werden mehrere hundert Top-Entscheider aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik erwartet.

„Anders als noch vor wenigen Jahren sehen wir heute immer mehr Digitalisierungsprojekte, die hinsichtlich Strategie, Qualität, Nachhaltigkeit und vor allem auch in der Umsetzung höchsten Innovationsstandards entsprechen. Digitale Produkte und Services aus Deutschland tragen mittlerweile entscheidend zur Weiterentwicklung der Märkte sowie zur Wert- und Produktivitätsentwicklung im Unternehmen bei und treiben den Wettbewerb voran. Nach dem Siegeszug der Marke ‚Made in Germany‘ benötigen wir in Deutschland ein neues Qualitätssiegel – ‚Innovated in Germany‘“, sagt Jan Willem Dees, CEO von Dimension Data Deutschland. Michael Beilfuss, Executive Vice President bei der IDG Business Media GmbH, ergänzt: „Deutschland braucht Digitalisierung – und Deutschland kann Digitalisierung. Mit der Auszeichnung wollen wir Ergebnisse sichtbar und einem breiten Publikum zugänglich machen. Der Digital Leader Award bietet eine exzellente Plattform für den dringend benötigten Austausch zwischen Deutschlands Thought Leadern der digitalen Transformation.“

Laut der aktuellen Studie „Digitale Transformation und Zusammenarbeit mit Startups in Großunternehmen in Deutschland und den USA“ von Etventure, GfK und YouGOV haben im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich mehr deutsche Großunternehmen die Digitale Transformation als eine der Top-3-Aufgaben priorisiert. Zwar setzen nur 50 Prozent der befragten Unternehmen diese Priorität, die Zahl der in Angriff genommenen Digitalisierungsprojekte in Deutschland nimmt jedoch von Jahr zu Jahr zu. An vielen Stellen in Unternehmen, Startups, Verbänden, Ministerien oder Institutionen werden manchmal erste, manchmal mutige Transformationsprojekte geplant und umgesetzt. Höchste Zeit also, die digitale Transformation sichtbar zu machen – und dadurch einerseits Sichtbarkeit für Deutschlands Vorreiter und Vordenker zu schaffen, gleichzeitig jedoch auch Dritte zu inspirieren, die digitale Transformation als Chance und Notwendigkeit gleichermaßen zu begreifen. Genau an dieser Stelle setzt die Initiative von Dimension Data und IDG Business Media unter der Schirmherrschaft der amtierenden Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries an.

Neue Kategorie-Struktur deckt die wichtigsten Themenbereiche ab

Der Wettbewerb berücksichtigt mit insgesamt sieben Kategorien die wichtigsten Themenbereiche, die Unternehmen heute im Zuge der Digitalisierung umtreiben. Während die Kategorie „Create Impact“ auf ganzheitliche Digitalisierungsprojekte abzielt, thematisieren die Kategorien „Shape Experience“ und „Invent Markets“ Produkte und Dienstleistungen – sowohl auf Kundenebene als auch bei der Entwicklung ganzer Märkte. Themen rund um Arbeit 4.0 finden in der neu geschaffenen Kategorie „Transform Culture“ genauso ihren Platz wie Digitalisierungsprojekte im Marketing, die in der neuen Kategorie „Rethink Marketing“ eingereicht werden können. Bewerbungen aus dem Non-Profit-Bereich oder der öffentlichen Verwaltung konkurrieren in der Kategorie „Digitize Society“ um die begehrten Trophäen. Langfristig angelegte, komplexe Strategien finden schließlich in der ebenfalls neuen Kategorie „Envision Strategy“ ein Zuhause.

Für den Digital Leader Award können sich Projektteams und Einzelpersonen mit ihrer Arbeit online bewerben. Eine unabhängige Jury aus renommierten Digitalisierungsexperten, Medien, Marktforschung, Politik und Wissenschaft wird aus dem Teilnehmerfeld die besten Projekte auswählen. Die Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Gala am 28. Juni 2018 in Berlin bekanntgegeben.

Zu den Gewinnern des Jahres 2017 zählen Führungskräfte und Teams der Axel Springer SE, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, der Continental AG, der Erwin Renz Metallwarenfabrik, des FC Bayern München, des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung, des Lufthansa Innovation Labs, der Molecular Health GmbH, der SPIE SAG Group GmbH und von Vorwerk International.

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Hängematte statt Hörsaal: Wo weltweit am liebsten gelernt wird

10.11.2017

Stickige Klassenzimmer, überfüllte Uni-Hörsäle, schlecht ausgestattete Volkshochschulräume - diese Probleme hat nicht, wer im Internet lernt. E-Learning ist jederzeit und überall möglich, im Büro, zu Hause und unterwegs in Bus, Bahn oder Flugzeug. Welches weltweit die bevorzugtesten Orte fürs mobile Aufnehmen von Lernstoff sind, hat sich das Hasso-Plattner-Institut (HPI) jetzt von seinen virtuell Studierenden zeigen lassen. Die Teilnehmer an den kostenlosen und frei zugänglichen Onlinekursen der Internet-Bildungsplattform openHPI stellten mit Bildern dar, wie flexibel und individuell sie sich ihre optimale Lernumgebung einrichten oder wie sie sich Lernen in Zukunft vorstellen.

„Bei den vielen originellen Einsendungen aus aller Welt war die Auswahl wirklich nicht leicht“, bekennt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Die Jury aus openHPI-Mitarbeitern, Studierenden und Innovations-Experten aus der HPI School of Design Thinking nahm 60 Fotos und Zeichnungen in die Endauswahl. E-Learner praktisch aller Altersgruppen hatten sie von sämtlichen Kontinenten nach Potsdam geschickt. Das Institut wird alle Einsendungen nach und nach auf seiner Webseite vorstellen.

Besonders genossen: Bequemlichkeit, Flexibilität und Effizienz

„Die Teilnehmer unserer kostenlosen offenen Onlinekurse genießen es ganz offensichtlich, von der Fixierung auf definierte Zeiten und der Präsenz an festgelegten Orten befreit zu sein. Viele Bilder zeigen selbstbestimmte und sehr behagliche Lernorte wie Luftmatratze, Gartenstuhl oder Hängematte“, berichtet Meinel. Bilder von Küchentischen oder aus Straßencafés bewiesen, dass die komfortable Möglichkeit zum flexiblen, genussvollen Unterbrechen des E-Learnings als wichtiger Pluspunkt geschätzt würden. Ebenso gehe es vielen Interessierten an solchen „Massiv Open Online Courses“ (MOOC) um effiziente Nutzung der Zeit, wie Bilder vom Lernen im Zug oder in der Kantine demonstrierten, so Meinel.

Am stärksten beeindruckte die Jury des Hasso-Plattner-Instituts das Foto von Rike Ullenbaum aus Wuppertal. Darauf lächelt die in der Arbeits- und Organisations-Psychologie tätige Unternehmensberaterin, mit dem Laptop auf dem Schoß, von der Hängematte in einem ruhigen, idyllischen Eckchen ihres Gartens. Die 37-Jährige hatte am jüngsten openHPI-Onlinekurs zur Innovationsmethode Design Thinking teilgenommen. Nun darf die Wettbewerbs-Siegerin auf Kosten des Instituts und in Begleitung ihres Manns eine zweitägige Potsdam-Reise antreten. „Sie bekommt eine exklusive Führung durch unsere Studienstätte, auf deren Servern sie schon Lerninhalte genutzt, die sie aber noch nie betreten hat“, sagt Institutsdirektor Meinel.

Couch, Küche, Cafeteria und Kanu hoch im Kurs

Lieblingsort des Zweitplatzierten im Fotowettbewerb ist die Küche. Till Wortmanns Bild zeigt den Hamburger openHPI-Kursteilnehmer, wie er seinen Wissens-Durst am Laptop stillt. Neben dem 57-jährigen freien Journalisten steht eine Flasche Riesling und ein gefülltes Weinglas. Und wie für ein Stillleben drapiert finden sich auch Obst und Gemüse auf dem Foto. Lohn des HPI für das kunstvolle Arrangement und auch die Sieger auf den Rängen drei bis fünf: Ein Ticket für das neue Potsdamer Museum Barberini.

Ein Zwölftklässler aus Schwerin bewies auf seinem eingesandten Foto Rückgrat als E-Learner auf der openHPI-Plattform: Bjarne Kopplin (17) sitzt mit kerzengerader Haltung auf einem Gymnastikball vor zwei Monitoren im Wohnzimmer neben einer Couch. Dieser Platz mit Blick auf den grünen Garten und dicht am Sofa sei ihm deshalb der liebste, weil seine Freundin dort bei ihm sitzen könne. Leider habe sie kein großes Interesse am Programmieren, er wolle das aber gerne mit einem Besuch des HPI ändern… Die Potsdamer Jury fand das Bild auf jeden Fall eines Preises (3. Platz) für würdig und lud die beiden ein, ans HPI zu kommen, sollten sie einmal in der Nähe sein.

Die Sindelfinger openHPI-Teilnehmerin Natalie Bruti (46) zeichnete ihre Vision von einem idealen Lernort: eine sonnenbeschienene Insel im Meer. Den Buchstaben H formte die IT-interessierte Dozentin an der Kinderakademie der Hector-Stiftung zu einem Stuhl, das P zu einem Tisch und das I zu einem Sonnenschirm. Fern im Hintergrund regnet aus einer Wolke Nullen und Einsen. Das Ganze ist gleichzeitig eine Glückwunschkarte zum 5. Geburtstag von openHPI und erhielt den vierten Preis.

Auf Platz fünf setzte die Instituts-Jury das von Dr. Kay Ehlers aus Hamburg eingesandte Foto. Es zeigt ein „Gras-Schiff“, wie der 63-jährige openHPI-Student sein Kanu nennt, das im Garten auf dem Rasen steht: „Hier vertiefe ich mich am liebsten in die openHPI-Kurse. Mein ‘Gras-Schiff‘ lenkt meine Gedanken und gibt gleichzeitig Schutz“, schreibt der Bauingenieur und Sozialwissenschaftler, der sich auch in der Entwicklungszusammenarbeit mit Westafrika auskennt.

Seine virtuell Studierenden auf den Wettbewerbs-Plätzen sechs bis zehn belohnt das Potsdamer Institut mit je einer openHPI-Tasse. Sie ging zum Beispiel an Alexander Naumann (49) in Bad Soden (6. Platz). Auf seinem Foto hielt der Bereichsleiter eines Frankfurter Finanzdienstleisters fest, wie er während der Mittagspause in einer Cafeteria mit freiem WLAN lernt: „Deshalb besteht mein Mittagessen meist aus einem Kaffee und geistiger Nahrung“, schrieb der Teilnehmer, der schon fast 50 Onlinekurse verschiedener Universitäten und Anbieter absolvierte.

Leicht lernen im Zug und mit Rollstuhl – oder im Reisfeld

Auf Platz sieben kam das Foto von Dr. Alexander Salnikov (36). Lieblingsort des Esslinger Senior-Entwicklers sind die IC- und ICE-Züge der Deutschen Bahn - beim täglichen vier- bis fünfstündigen Pendeln zum und vom Arbeitsplatz in der Nähe von Heidelberg.

Silke Stock aus Recklinghausen malte ihren Lernort – einen braunen Schreibtisch. Die 33-jährige Rollstuhlfahrerin verpasste dabei dem Computer-Monitor gleich die authentische Oberfläche der openHPI-Lernplattform. Das Bild der Frührentnerin gelangte auf Platz acht.

Auf Rang neun schnitt Kateryna Anikina (27) ab. Das Foto der Ukrainerin zeigt den Lieblings-Lernort der Projektmanagerin auf der indonesischen Insel Bali. Im Urlaub inmitten von Reisfeldern habe sie der Onlinekurs zum Design Thinking „auf neuartige und kreative Gedanken“ gebracht, schrieb die openHPI-Lernerin.

Platz zehn vergab die openHPI-Jury an den Rentner Oleg Kovalev aus dem Ruhrgebiet. Das Foto des aus Weißrussland stammenden zeigt einen Übungsraum mit einem Smart Board, einer digitalen Tafel. „Hier vertiefe ich mich am liebsten zuerst in Deutsch und dann in die openHPI-Kurse“, erläuterte der 70-jährige Duisburger.

Foto-Wettbewerb zum fünften Geburtstag von openHPI

Den Foto-Wettbewerb hatte das Hasso-Plattner-Institut zum 5. Geburtstag seiner interaktiven Bildungsplattform openHPI veranstaltet. Über sie hat seit 3. September 2012 jeder Internetnutzer Gratis-Zugang zu Hochschul-Wissen – jederzeit und von überall aus. Die Plattform vermittelt mittlerweile hunderttausenden von Interessenten in aller Welt aktuellstes Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Neuerdings bietet openHPI aber auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen an.

 

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